Die besten Pornos aller Zeiten: 15 Pornofilme, die Geschichte schrieben

Die besten Pornos aller Zeiten: 15 Pornofilme, die Geschichte schrieben
Bild: EROTIK.com

Geschrieben von

Eva

Aus der Rubrik

Von Kino-Skandalen der 70er bis zu preisgekrönten Streaming-Dramen: der Kanon mit Quellen statt Bauchgefühl.

Was sind die besten Pornos aller Zeiten? Beste Pornos sind für uns Filme wie The Opening of Misty Beethoven, The Fashionistas, Pirates und Muse: Produktionen, die Regie, Ausstattung und Story ernst genommen und ihre Ära geprägt haben. Dazu kommen Meilensteine wie Deep Throat, die man heute vor allem als Kapitel der Filmgeschichte verstehen sollte. Deep Throat löste 1972 in den USA den sogenannten „Porno Chic“ aus.

Unsere Liste führt dich in fünf Etappen durch gut 50 Jahre: vom Goldenen Zeitalter über deutsche Kultfilme und die DVD-Blockbuster bis zu den Award-Gewinnern der Streaming-Ära. Zu jedem Film bekommst du Regie, Jahr, Auszeichnungen und die Geschichte dahinter. Wo es nötig ist, ordnen wir auch kritisch ein. Du suchst eher aktuelle Neuheiten? Dann schau in unsere Auswahl der besten Pornos des Jahres.

Die besten Pornos aller Zeiten im Überblick

Die besten Pornofilme aller Zeiten auf einen Blick, chronologisch sortiert. Das ist bewusst keine Rangliste: Ein Piratenfilm von 2005 und eine Satire von 1982 lassen sich schlecht gegeneinander aufrechnen.

#FilmJahrRegieWarum legendärBei EROTIK.com
1Deep Throat1972Gerard DamianoLöste den „Porno Chic“ aus, heute ein Meilenstein mit Schattenseiten–
2Behind the Green Door1972Artie & Jim MitchellMachte Marilyn Chambers berühmt, lief in Cannes–
3The Devil in Miss Jones1973Gerard DamianoSartre als Vorlage, einer der erfolgreichsten Filme 1973–
4The Opening of Misty Beethoven1976Radley Metzger„Pygmalion“-Variante, laut Toni Bentley das Kronjuwel der Ära–
5Café Flesh1982Stephen SayadianKult-Satire, AVN Award 1984 für die Ausstattung–
6Teresa – The Woman Who Loves Men1985Michel BarnyTeresa Orlowski, Deutschlands „Pornoqueen“ der 80erJa
7Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig1999Harry S. MorganStart des Gina-Wild-PhänomensJa
8The Private Gladiator2002Antonio AdamoEuropas Antwort auf Hollywood, AVN Award 2003Ja
9The Fashionistas2002John Stagliano10 AVN Awards 2003, damals RekordJa
10Pirates2005Joone11 AVN Awards 2006, Effekte wie im KinoJa
11Underworld2013Brad ArmstrongAVN Movie of the Year 2014Ja
12Wanted2015Stormy DanielsXBIZ Feature Movie of the Year 2016Ja
13Suicide Squad XXX2016Axel BraunAVN Movie of the Year 2017Ja
14Muse2020Kayden Kross7 AVN Awards 2021, XBIZ-HauptpreisJa
15Casey: A True Story2021Joanna AngelAVN Grand Reel 2022Ja
Zeitleiste: Die Ären des Pornofilms von Blue Movie 1969 über die Legalisierung in Deutschland 1975 und die ersten AVN Awards 1984 bis zum AVN Grand Reel 2022
Von Blue Movie bis Grand Reel: die wichtigsten Etappen der Porno-Filmgeschichte. Quellen: Wikipedia (Golden Age of Porn, AVN Awards), Frankfurter Rundschau/dpa (1975).

So haben wir ausgewählt

Unsere Kriterien für die Liste:

  1. Filmgeschichte: Der Film hat sein Genre, seine Ära oder die Branche sichtbar verändert.
  2. Auszeichnungen: Preise wie AVN, XBIZ, XRCO oder der Berliner Venus Award zählen, aber nicht allein.
  3. Handwerk: Regie, Drehbuch, Ausstattung und Produktion heben sich vom Standard ab.
  4. Klare Grenzen: Alle Darsteller:innen sind volljährig. Titel mit Minderjährigen-Bezug, Inzest- oder Zwangs-Prämissen haben wir bewusst ausgeschlossen, egal wie berühmt sie sind.
  5. Geprüfte Fakten: Jahreszahlen, Regie und Preise haben wir möglichst mit zwei unabhängigen Quellen abgeglichen. Wo Zahlen umstritten sind, sagen wir das.

Nicht jeder Klassiker ist bei uns im Shop erhältlich, das hat die Auswahl nicht beeinflusst. Stand: Oktober 2026.

Das Goldene Zeitalter: Porno-Klassiker der 70er & 80er

Ende der 60er-Jahre passierte in den USA etwas, das heute kaum vorstellbar ist: Pornos liefen im regulären Kino. Andy Warhols Blue Movie (1969) und Mona (1970) gelten als die ersten Filme mit expliziten Szenen, die in den USA breit in die Kinos kamen. Spätestens mit Deep Throat wurde daraus ein Massenphänomen. Das New York Times Magazine taufte es am 21. Januar 1973 „Porno Chic“. Fernsehstars wie Johnny Carson und Bob Hope sprachen in ihren Shows darüber, Kritiker wie Roger Ebert schrieben Rezensionen.

Das Ende kam per Gericht. Nach dem Urteil Miller v. California (1973) entschieden lokale Maßstäbe darüber, was obszön ist. Viele Kinos und Verleiher landeten vor Gericht, die Mainstream-Phase war vorbei. In den 80ern übernahm dann die Videokassette. Mehr zu diesem Jahrzehnt liest du in unserem Artikel über Porno-Klassiker der 80er.

1. Deep Throat (1972) – Meilenstein mit Einordnung

Ohne Deep Throat wäre diese Liste nicht vollständig. Er steht hier aber als Meilenstein, nicht als Filmtipp. Gerard Damiano (im Abspann „Jerry Gerard“) drehte die Slapstick-Komödie im Januar 1972 in nur sechs Tagen in North Miami. Die Prämisse: Eine Frau, die mit ihrem Liebesleben unzufrieden ist, bekommt von einem Arzt eine absurde Diagnose. Der Film kostete 22.500 US-Dollar. Das Geld kam aus dem Umfeld der Colombo-Mafiafamilie. Nach der Premiere am 12. Juni 1972 in New York spielte er in sieben Wochen eine Million Dollar ein. Selbst der Watergate-Informant bekam später seinen Decknamen vom Filmtitel.

Und dann ist da die Hauptdarstellerin. Linda Lovelace erklärte später in ihrer Autobiografie „Ordeal“ (1980), sie sei von ihrem damaligen Ehemann Chuck Traynor mit Gewalt und Drohungen zu dem Film gezwungen worden. Deep Throat ist deshalb heute vor allem ein filmhistorisches Dokument – und ein Lehrstück darüber, warum Einvernehmlichkeit am Set keine Nebensache ist. Wer die Geschichte verstehen will, schaut lieber eine der Dokus, die wir weiter unten vorstellen.

Warum legendär: der erste Film in der Hall of Fame der XRCO Awards und Startschuss einer ganzen Kino-Ära.

2. Behind the Green Door (1972) – Meilenstein mit Einordnung

Im selben Jahr legten die Brüder Artie und Jim Mitchell ihr Langfilm-Debüt vor, nach einer anonymen Kurzgeschichte. Der Film kostete rund 60.000 Dollar und wurde ein Hit. Mit den Videoverkäufen kam er laut Wikipedia später auf über 50 Millionen Dollar Umsatz. Sein Star: Marilyn Chambers, die im ganzen Film kein Wort spricht. Den PR-Coup lieferte ein Waschmittel. Kurz vor dem Kinostart lächelte Chambers noch von den Ivory-Snow-Packungen, beworben als „99 44/100 % rein“. Als Procter & Gamble die Packungen zurückzog, war der Hype perfekt. Gezeigt wurde Behind the Green Door sogar in Cannes.

Der Film machte Marilyn Chambers berühmt. Seine Prämisse – eine Frau wird gegen ihren Willen in einen Club gebracht – wird heute zu Recht kritisch gesehen.

Warum legendär: der zweite Film in der XRCO Hall of Fame und ein Lehrbuchbeispiel für Skandal-Marketing.

3. The Devil in Miss Jones (1973)

Gerard Damiano zum Zweiten, diesmal mit literarischem Anspruch. Vorbild war Sartres Drama „Geschlossene Gesellschaft“ („Huis clos“). Nach ihrem Tod steht eine einsame Frau zwischen Himmel und Hölle und bekommt eine letzte Chance auf der Erde. Die Hauptrolle spielt Georgina Spelvin, damals 36 und vorher Tänzerin am Broadway. Gedreht wurde in einer umgebauten Apfel-Packhalle in Pennsylvania.

Die Kritik war beeindruckt. Roger Ebert vergab drei von vier Sternen und hob Spelvins schauspielerische Leistung hervor. Das Branchenblatt Variety sah das Genre hier gar in der Nähe einer Kunstform. Kommerziell gehörte der Film zu den erfolgreichsten des Jahres 1973. Ein Remake von 2005 gewann 2006 den AVN Award als bester Film.

Warum legendär: der Beweis, dass ein Pornofilm ernsthaft erzählen kann.

4. The Opening of Misty Beethoven (1976)

Wenn Kenner einen einzigen Film aus dieser Ära empfehlen, fällt oft dieser Name. Regisseur Radley Metzger, hier unter dem Pseudonym „Henry Paris“, verlegt George Bernard Shaws „Pygmalion“ ins Erotische. Die Prämisse kennst du aus „My Fair Lady“: Ein Sexualforscher wettet, dass er ein Pariser Callgirl zum gefeierten Star der feinen Gesellschaft machen kann. Mit dabei sind Constance Money, Jamie Gillis und Gloria Leonard.

Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Paris, New York und Rom, mit vergleichsweise hohem Budget und eigener Filmmusik. Die Autorin Toni Bentley nannte ihn das Kronjuwel des Goldenen Zeitalters. Werke Metzgers befinden sich heute in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Warum legendär: Witz, Stil und Weltstadt-Kulisse, der Inbegriff des eleganten 70er-Pornos.

5. Café Flesh (1982)

Der seltsamste Film dieser Liste und vielleicht der klügste. Regisseur Stephen Sayadian („Rinse Dream“) schrieb ihn mit Jerry Stahl, die Musik stammt von Mitchell Froom. Das Szenario: Nach einem Atomkrieg sind 99 Prozent der Überlebenden „negativ“, Sex macht sie krank. Im Club Café Flesh sehen sie den wenigen „Positiven“ auf der Bühne zu, die dort auftreten müssen. Kein Stoff zum Wegträumen, sondern eine bitterböse Satire über Voyeurismus und die Reagan-Ära.

Laut Sayadian entstand der Film in zehn Tagen für rund 90.000 Dollar und wurde ein Hit im Mitternachtskino. Bei der ersten Verleihung der AVN Awards 1984 gewann er den Preis für die beste Ausstattung.

Warum legendär: ein früher Kunst-Porno, eher Mitternachtskino als Unterhaltung.

Lust auf mehr Retro? Im Shop findest du viele Porno-Klassiker aus den 70ern und 80ern.

Deutsche & europäische Kultpornos

Und Deutschland? Hier waren Pornos lange verboten. Erst das Vierte Strafrechtsreformgesetz von 1973 erlaubte „einfache“ Pornografie für Erwachsene. Der neue § 184 StGB trat am 28. Januar 1975 in Kraft, wie die Frankfurter Rundschau damals meldete. Gewalt- und Tierpornografie sowie jede Darstellung Minderjähriger blieben verboten, in der DDR galt das Totalverbot sogar bis 1990. Im Westen ging es nach 1975 schnell: Anfang der 80er gab es laut Wikipedia rund 350 Pornokinos in der Bundesrepublik.

Mit dem Videorekorder kamen die deutschen Stars. Dolly Buster wurde mit einem Stern-Titel bundesweit bekannt. Kelly Trump war von 1994 bis 2001 eines der bekanntesten Gesichter der Branche. Mehr Porträts findest du bei unseren deutschen Pornostars.

6. Teresa – The Woman Who Loves Men (1985) – VTO

Teresa Orlowski, 1953 in Breslau geboren, kam 1979 in die Bundesrepublik. 1982 gründete sie in Hannover ihren eigenen Verlag VTO. Mit der Reihe „Foxy Lady“ wurde sie in den 80ern als Deutschlands „Pornoqueen“ inszeniert. 1989 hatte sie einen Auftritt im Video zu „Bitte bitte“ der Ärzte. Teresa (1985, Regie: Michel Barny) wirft einen Blick in den Alltag einer Porno-Verlegerin, eine Rolle mit erkennbarem Bezug zu Orlowskis eigener Karriere. Als Produzentin blieb sie bis 2005 im Geschäft. Weitere Filme findest du auf ihrer Darstellerinnen-Seite.

Warum legendär: eine Frau, die nicht nur vor der Kamera stand, sondern das Geschäft selbst in die Hand nahm.

7. Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig (1999) – Videorama

Kaum ein deutscher Pornostar war so populär wie Gina Wild. Hinter dem Namen steht Michaela Schaffrath, Jahrgang 1970, aus Eschweiler. Regie führte Harry S. Morgan, ein früherer Journalist, der mit „Happy Video Privat“ (1986–2011) die laut Wikipedia langlebigste Pornoreihe Europas schuf. Produziert hat das Essener Label Videorama. Gina Wild gewann 1999 den Venus Award als beste Newcomerin und 2000 als beste Darstellerin. Bis 2017 wurden geschätzt 800.000 Videos und DVDs mit ihr verkauft, für Deutschland einzigartig. Schon im Jahr 2000 stieg sie aus und wurde Schauspielerin und Moderatorin. Sie spielte unter anderem in einem Video der Toten Hosen mit, gedreht von Wim Wenders.

Zur Geschichte gehört auch: 2011 sagte sie bei Markus Lanz, mit ihrem heutigen Wissen würde sie nicht noch einmal in die Branche gehen. Die Vermarktungsrechte an ihren Filmen liegen nicht bei ihr, sie verdient heute nichts daran.

Warum legendär: das deutsche Popkultur-Phänomen der Jahrtausendwende.

8. The Private Gladiator (2002) – Private

Zwei Jahre nach Ridley Scotts „Gladiator“ zog Europa nach, und zwar nicht als Parodie, sondern als aufwendiges Remake. Für das Studio Private erzählt Regisseur Antonio Adamo die Geschichte als Trilogie: Ein römischer Feldherr wird entmachtet, muss als Gladiator kämpfen und plant seine Rückkehr. Die Hauptrolle spielt Toni Ribas. Bei den AVN Awards 2003 gewann der Film den Preis als bester ausländischer Spielfilm. Unser Tipp: Teil 1 reicht für den Einstieg. Mehr über das Studio liest du in Private-Blockbuster jetzt in deutscher Sprache.

Warum legendär: Sandalenfilm-Kulisse und Kostüme, die den Vergleich mit Hollywood nicht scheuen müssen.

Die Blockbuster-Ära: Als Pornos Kino sein wollten

Mit DVD und HD kamen größere Budgets und mit ihnen der Ehrgeiz. Studios drehten aufwendige Porno-Spielfilme mit Effekten, Soundtracks und Drehbüchern. Gleichzeitig verschwand das klassische Filmmaterial: Den AVN Award für auf Film gedrehte Produktionen vergab die Jury 2009 zum letzten Mal.

9. The Fashionistas (2002) – Evil Angel

John Stagliano drehte The Fashionistas für Evil Angel auf 35-Millimeter-Film, für rund 500.000 Dollar und mit über viereinhalb Stunden Laufzeit. Die Story: Ein aufstrebendes Fetisch-Modelabel in Los Angeles will einen italienischen Stardesigner (Rocco Siffredi) für sich gewinnen. Die eigentliche kreative Kraft ist aber die Assistentin, gespielt von Belladonna. Mode, Macht und Fetisch-Ästhetik, opulent auf Film gedreht.

Der Erfolg war enorm. Laut Wikipedia gingen im ersten Monat über 100.000 Exemplare über die Ladentheke. Bei den AVN Awards 2003 gewann der Film zehn Preise, darunter bester Film und beste Regie. Das war damals ein Rekord. Später gab es eine eigene Bühnenshow in Las Vegas.

Warum legendär: Fetisch-Ästhetik als großes Kino, belohnt mit einem AVN-Rekord.

10. Pirates (2005) – Digital Playground

Wenn ein Porno je als Blockbuster gemeint war, dann dieser. Wir schreiben das Jahr 1763: Ein glückloser Piratenjäger und seine Erste Offizierin, gespielt von der 2024 verstorbenen Jesse Jane, jagen den Piraten Stagnetti. Regie führte Joone. Mit dabei: Carmen Luvana, Janine Lindemulder und Evan Stone. Das Budget lag laut Produzentin Samantha Lewis bei „weit über einer Million Dollar“. Gedreht wurde in HD, mit über 300 Effekt-Einstellungen und eigenem Soundtrack auf CD. Kurios: Ein Teil entstand auf dem Nachbau der Bounty. Dessen Besitzern hatte man erzählt, es gehe um einen Familienfilm.

Bei den AVN Awards 2006 gewann Pirates elf Preise, damals Rekord, darunter den Preis für das beste Video-Feature. Die Fortsetzung Pirates II: Stagnetti’s Revenge (2008) setzte laut Wikipedia mit rund acht Millionen Dollar Budget und 15 AVN Awards noch einen drauf. Weitere Titel findest du in unserer Pirates-Reihe.

Warum legendär: der Moment, in dem Porno sich mit Hollywood-Mitteln messen wollte und es fast schaffte.

Die 2010er: Drama, Western & Superhelden

In den 2010ern wurden aus Blockbustern Genrefilme. Wicked Pictures räumte mit einem Fantasy-Drama, einem Western und einer Comic-Parodie die Hauptpreise ab, Axel Braun machte Superhelden zum Verkaufsschlager. Alle drei Filme dieses Kapitels stammen aus dem Haus Wicked.

11. Underworld (2013) – Wicked Pictures

Regisseur Brad Armstrong, gebürtiger Kanadier und laut Wikipedia „der Spielberg“ unter den Porno-Regisseuren, liefert hier ein ungewöhnlich düsteres Werk ab. Nach einem missglückten Raubüberfall liegt Tanya, gespielt von Jessica Drake, im Koma. Sie irrt durch ein traumartiges Fegefeuer voller verlorener Seelen. Klingt nach Arthouse, ist es stellenweise auch. Bei den AVN Awards 2014 wurde Underworld Movie of the Year und gewann insgesamt neun Preise, darunter die Regie. Bei den XBIZ Awards war er im selben Jahr Feature Movie of the Year.

Warum legendär: Fantasy-Ausstattung und Mut zur Melancholie.

12. Wanted (2015) – Wicked Pictures

Ein Western, inszeniert von einer Frau: Bei Wanted führte Stormy Daniels Regie. In der Wildwest-Stadt Diablo City hängt ein korrupter Sheriff einer Frau einen Mord an, um an ein Dokument zu kommen. Nach ihrer Rettung fliehen vier Frauen gemeinsam als Outlaws. Staub, Revolver, Freundschaft: eher Thelma & Louise im Wilden Westen als Saloon-Klischee. Bei den XBIZ Awards 2016 wurde Wanted Feature Movie of the Year, Daniels wurde Regisseurin des Jahres. Bei den AVN Awards 2016 gab es den Preis für das beste Drama.

Warum legendär: ein Genre-Western mit vier Heldinnen, der Klischees gegen den Strich bürstet.

13. Suicide Squad XXX: An Axel Braun Parody (2016) – Wicked Pictures

Die 2010er waren das Jahrzehnt der Porno-Parodien, und niemand stand so dafür wie Axel Braun. Der Sohn des Regisseurs Lasse Braun gilt laut Wikipedia als der meistausgezeichnete Regisseur der Branchengeschichte. Schon sein Batman XXX war 2010 der meistverkaufte Titel des Jahres, Star Wars XXX holte 2013 den AVN Award als beste Parodie. Mit Suicide Squad XXX gelang ihm der ganz große Wurf: Bei den AVN Awards 2017 wurde die Comic-Parodie Movie of the Year. Kleio Valentien gewann als beste Darstellerin, insgesamt gab es neun Preise.

Warum legendär: der Höhepunkt der Parodie-Welle, mit Kostümen und Sets auf Cosplay-Profi-Niveau.

Moderne Meisterwerke: Die Streaming-Ära

Heute wird gestreamt, und die Hauptpreise gehen an Studios, die wie Serienmacher denken. Spannend: Zwei der drei Regisseurinnen dieser Liste stehen genau hier.

14. Muse (2020) – Deeper

Kayden Kross gründete 2019 innerhalb der Vixen Media Group das Label Deeper. Muse ist ihr Meisterstück, ursprünglich als Drama-Serie konzipiert. Bei uns gibt es die erste Staffel als Film mit gut viereinhalb Stunden. Die Story: Am Vorabend des landesweiten Lockdowns stellt eine berüchtigte Professorin ihren Studierenden eine ungewöhnliche Aufgabe, die alle zwingt, ihre Rollen zu hinterfragen. Die Professorin spielt Maitland Ward, die viele noch aus der Sitcom „Das Leben und ich“ („Boy Meets World“) kennen.

Bei den AVN Awards 2021 gewann Muse sieben Preise, darunter den Hauptpreis, Drehbuch, Regie und beste Darstellerin. Bei den XBIZ Awards 2021 wurde Muse Feature Movie of the Year. Wenn dir dieser Stil gefällt, wirst du auch bei unseren Tipps für Pornos für Frauen fündig.

Warum legendär: Premium-Drama mit Kinobildern, geschrieben und inszeniert von Kayden Kross.

15. Casey: A True Story (2021) – Adult Time

Der persönlichste Film dieser Liste. Joanna Angel erzählt die wahre Geschichte der preisgekrönten Darstellerin Casey Kisses. Die Hauptfigur wächst in einer Kleinstadt auf, schließt sich einem Biker-Club an und erkennt, dass sie eine trans Frau ist. Im Mittelpunkt stehen Identität, Stigma und der Mut zur eigenen Transition. Bei den AVN Awards 2022 gewann Casey den Grand Reel, den höchsten Preis des Abends.

Warum legendär: ein Hauptpreis für eine Geschichte, die früher nie erzählt worden wäre.

Und danach? Den Grand Reel 2023 holte Grinders von Adult Time, ein Film über die Skater-Szene um 1999. 2024 gewann der Militär-Actionfilm Machine Gunner. Die jüngsten Gewinner findest du in unserem Bericht zu den AVN Awards 2026.

Rekorde & Mythen: Der teuerste und der erfolgreichste Porno

Kaum ein Thema wird so gern übertrieben wie Budgets und Einnahmen. Gleich mehrere Produktionen werden als „teuerster Porno aller Zeiten“ beworben, darunter The Private Gladiator und Pirates II. Eine verlässliche Quelle dafür gibt es nicht. Was sich belegen lässt:

Balkendiagramm: Produktionsbudgets legendärer Pornofilme von 22.500 Dollar (Deep Throat, 1972) bis rund 8 Millionen Dollar (Pirates II, 2008)
Produktionsbudgets im Vergleich, logarithmische Skala, nicht inflationsbereinigt. Quellen: Wikipedia (Deep Throat, Behind the Green Door, The Fashionistas, Pirates, Pirates II), Stephen Sayadian (Café Flesh); Pirates laut Produktion, Pirates II laut Wikipedia.
  • Deep Throat (1972): 22.500 Dollar, dazu 25.000 Dollar für die Musik. Zu den Gesamteinnahmen kursieren sehr unterschiedliche Zahlen, seriös belegen lässt sich keine.
  • Behind the Green Door (1972): rund 60.000 Dollar.
  • Café Flesh (1982): laut Regisseur Sayadian rund 90.000 Dollar.
  • The Fashionistas (2002): rund 500.000 Dollar, gedreht auf 35-Millimeter-Film.
  • Pirates (2005): laut Produktion „weit über eine Million Dollar“.
  • Pirates II (2008): Wikipedia nennt rund acht Millionen Dollar. Unabhängig bestätigt ist das nicht, es ist aber die höchste Zahl, die wir gefunden haben.

Und bei uns? 2022 war Dorcels Rache der Publikumsliebling des Jahres. Was gerade beliebt ist, zeigen die aktuellen Charts.

Mehr als Porno: Filme & Dokus über die Branche

Du willst die Geschichte lieber von außen erleben? Diese Spielfilme und Dokus erzählen sie aus der Distanz:

  • Boogie Nights (1997): Paul Thomas Anderson erzählt vom Aufstieg und Fall eines Pornodarstellers im San Fernando Valley der späten 70er. Burt Reynolds gewann einen Golden Globe, dazu kamen drei Oscar-Nominierungen. In Deutschland kam der Film im Juni 1998 ins Kino.
  • Inside Deep Throat (2005): Die Doku von Fenton Bailey und Randy Barbato, erzählt von Dennis Hopper, lässt Gerard Damiano, Gore Vidal, Norman Mailer, John Waters und viele andere zu Wort kommen. Produziert hat das Team von Brian Grazer und Ron Howard.
  • Lovelace (2013): Amanda Seyfried spielt Linda Lovelace, Peter Sarsgaard ihren Ehemann Chuck Traynor. Der Spielfilm erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive.
  • Deep Throat – Als der Porno salonfähig wurde (2022): Die Arte-Doku von Agnès Poirier zum 50. Jahrestag. Eine Besprechung findest du im Tagesspiegel.

Wo du die besten Pornos legal schaust

Die meisten Filme aus dieser Liste schaust du legal bei EROTIK.com. Es gibt kein Abo: Du kaufst einzelne Filme oder sogar einzelne Szenen. Danach kannst du sie streamen oder, wo verfügbar, herunterladen. Alternativ leihst du einen Film für 48 Stunden, gerechnet ab dem ersten Klick auf „Abspielen“. Wenn du anonym zahlen möchtest, geht das mit paysafecard. Das Angebot richtet sich nur an Erwachsene ab 18.

Ehrlicherweise: Die US-Klassiker der 70er und frühen 80er haben wir derzeit nicht im Programm. Für die Ära gibt es aber viele andere Porno-Klassiker und alle preisgekrönten Pornos gesammelt an einem Ort. Du willst lieber gemeinsam schauen? Dann helfen dir unsere Pornofilme für Paare. Und wer eine DVD im Regal mag, wird bei DVDerotik.com fündig.

FAQ: Die besten Pornos aller Zeiten

Was sind die besten Pornos aller Zeiten?

Zu den besten Pornos aller Zeiten zählen The Opening of Misty Beethoven (1976), The Fashionistas (2002), Pirates (2005), Underworld (2013) und Muse (2020). Sie verbinden starke Regie, aufwendige Produktion und viele Auszeichnungen. Filmhistorisch unverzichtbar sind außerdem Deep Throat und Behind the Green Door, die man heute aber kritisch einordnen sollte.

Was ist der beste Pornofilm aller Zeiten?

Den einen besten Pornofilm aller Zeiten gibt es nicht, aber einen Titel, der unter Kennern besonders oft fällt: The Opening of Misty Beethoven (1976) von Radley Metzger. Die Autorin Toni Bentley nannte ihn das Kronjuwel des Goldenen Zeitalters. Wer es moderner mag, greift zu Pirates (2005) oder zu Muse (2020), die beide mit Preisen überhäuft wurden.

Welcher ist der berühmteste Porno?

Als berühmtester Porno gilt Deep Throat von 1972. Er lief in normalen Kinos, löste den „Porno Chic“ aus und gab sogar dem Watergate-Informanten seinen Decknamen. Heute ist er vor allem ein Dokument der Filmgeschichte: Hauptdarstellerin Linda Lovelace erklärte später, sie sei zu dem Film gezwungen worden.

Was ist der teuerste Porno aller Zeiten?

Das lässt sich nicht sicher sagen, weil die Budgets meist nur von den Studios selbst stammen. Für Pirates II: Stagnetti’s Revenge (2008) nennt Wikipedia rund acht Millionen Dollar, das ist die höchste Zahl, die wir gefunden haben. Für den ersten Teil Pirates nannte die Produktion „weit über eine Million Dollar“.

Was war der erste Pornofilm im Kino?

Als erste Filme mit expliziten Szenen, die in den USA breit in die Kinos kamen, gelten Andy Warhols Blue Movie (1969) und Mona (1970). Den großen Durchbruch brachte 1972 Deep Throat. In Deutschland ist „einfache“ Pornografie für Erwachsene erst seit dem 28. Januar 1975 legal.

Welche Pornos haben die meisten Awards gewonnen?

Zu den Rekordhaltern zählen die Blockbuster: The Fashionistas gewann 2003 zehn AVN Awards, Pirates 2006 elf, beides damals Rekord. Die Fortsetzung von Pirates legte 2009 noch einmal nach. Als meistausgezeichneter Regisseur gilt Axel Braun. Einen Überblick über die wichtigsten Preise findest du in unserem Artikel über Porno-Awards.

Wo kann man die besten Pornos legal schauen?

Legal schaust du die besten Pornos bei Anbietern wie EROTIK.com. Dort kaufst du Filme einzeln, ohne Abo, und kannst sie streamen, herunterladen oder 48 Stunden leihen. Klassiker auf DVD gibt es bei DVDerotik.com. Legal kaufen heißt: Das Geld geht an Studios und Rechteinhaber statt an Raubkopierer.

Fazit: Große Filme, ehrlich erzählt

Die besten Pornos aller Zeiten haben eins gemeinsam: Sie wollten mehr sein als ihr Genre. Misty Beethoven bringt Weltstadt-Glamour, Pirates Hollywood-Ambition, Muse und Casey Geschichten, die früher niemand erzählt hätte. Zur Wahrheit gehört aber auch: Nicht jeder Klassiker entstand unter fairen Bedingungen, Deep Throat erinnert daran. Unser Tipp: Starte mit Pirates, schau dir danach Muse an und vergleiche. Du wirst staunen, wie weit das Genre in nicht einmal zwanzig Jahren gekommen ist.

Über die Autorin: Eva
Eva schreibt im EROTIK.com Blog über Filme, Studios und die Geschichte der Branche. Ihr Anspruch: Bestenlisten mit Quellen statt Bauchgefühl – und mit einem Blick dafür, was hinter der Kamera passiert ist.

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